Jubiläumsjahr 2008

 

zur Geschichte der Gemeinde Tübingen

 

Stammapostel Leber in Tübingen

 

Der 6. Januar 2008 war ein besonderer Höhepunkt im Gemeindeleben, denn Stammapostel Wilhelm Leber hielt in der Neuapostolischen Kirche Tübingen einen Gottesdienst. Anlass war, dass die Gemeinde in diesem Jahr ihr hundertstes Jubiläum feiern darf und hierzu gab der Stammapostel der Kirchengemeinde ein besonderes Bibelwort mit auf den Weg: "...der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen" (2. Thess. 3,3). Dem Gottesdienst lag das Wort aus Hebräer 13, Vers 14 "Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir" zugrunde. Zu einem Predigtbeitrag wurden die im Gottesdienst am 16. Dezember 2007 ordinierten Apostel Jürgen Loy, Hans-Jürgen Bauer und Herbert Bansbach gebeten. Außer diesen Aposteln waren Bezirksapostel Michael Ehrich und auch die Apostel Wolfgang Bott, Wolfgang Eckhardt, Volker Kühnle, Dieter Prause, Hans-Peter Schneider und Wolfgang Zenker in der Begleitung des Stammapostels. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes erfolgte vom 68-köpfigen Gemeindechor Tübingen (Leitung Klausjürgen Zahn), von einem Instrumentalquartett (Leitung Roland Wintzen) und von Organisten Andreas Ostheimer. Als Chorlieder erklangen u.A. "Erhaben o Herr" (E.A.Grell), "Heimatland im hellen Schein" (S.Karnik), "Gott ist getreu" (J.Paulus), "Wohl mir dass ich Jesum habe" (J.S.Bach), "Sehn wir uns wohl einmal wieder" (K.M.Fruth), "Sollt ich meinem Gott nicht singen" (J.Nonnweiler) und "Das höchste Glück ist wahrlich mein" (J.Rämi). Nach dem Entschlafenen-Abendmahl spielten Roland Wintzen (Fagott) und Andreas Ostheimer (Orgel) eine Version von "Seliger Friede" (F.Kündig). Einschließlich der Geschwister, welche in der Neuapostolischen Kirche Herrenberg versammelt waren und wohin eine Satellitenübertragung geschaltet war, konnten über 1300 Teilnehmer den Festgottesdienst miterleben.

Link zum offiziellen Bericht der NAK-Süddeutschland
Link zum offiziellen Bericht des Kirchenbezirks Tübingen


 


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Logo zum Jubiläumsjahr
Zum Jubiläumsjahr wurde eigens ein Logo entworfen, welches in Schriftstücken, auf Einladungen und Programmheften zum Einsatz kam.

Historischer Nachmittag

 

Das gab's noch nie: Die Gemeinde lud am 24. Februar 2008 alle Interessierten zu einem historischen Nachmittag ein, in welchem Bezirksevangelist Bayer, anhand einer interessant gestalteten Präsentation, die letzten hundert Jahre der Gemeinde Tübingen Revue passieren ließ. Eine kleine schauspielerische Einlage und der Vortrag eines spontan gegründeter "70er-Jahre-Chors", unter Leitung des Bezirksevangelisten, trugen zur entspannten Atmosphäre bei. Danach wurde durch Claudia Juny die historische Ausstellung im Gartengeschoss eröffnet. Die in höchst einfallsreicher Art präsentierten Fotos, Filme, Schriften und Gegenstände aus der "guten alten Zeit" können noch das ganze Jubiläumsjahr lang angeschaut werden.


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Flyer zum Jubiläumsjahr

 

Der in der Kirche ausgelegte Flyer zum Jubiläumsjahr kann jetzt auch auf unserer Internetseite angeschaut werden. Im Internet nicht ersichtlich ist jedoch, dass durch Aufklappen des Flyers über alle vier Seiten ein Kreuz entsteht, welches den Grundriss des Kirchengebäudes andeutet.


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Benefiz-Konzert

 

Am 4. Mai 2008 fand im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums der Neuapostolischen Kirche Tübingen ein Benefizkonzert zugunsten der Tübinger Tafel e.V. im Sparkassen-Carré statt. Es spielte das Jugend-Sinfonieorchester der beiden Kirchenbezirke Tübingen und Albstadt . Noch am Abend konnte durch Bischof Kaltschmitt der Spendenerlös von über 6.159,- € an die Verantwortlichen der Tübinger Tafel e.V. übergeben werden.

Zeitungsartikel Schwäbisches Tagblatt vom 3. Mai 2008


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Zeitungsartikel
In der Ausgabe des Schwäbischen Tagblatts vom 7. Mai 2008 erschien ein Artikel über das Benefizkonzert mit Spendenübergabe an die Tübinger Tafel e.V.


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Stunde der Kirchenmusik
Am Sonntag den 22. Juni 2008 fand in der Reihe "Stunde der Kirchenmusik" ein Konzert mit dem Bariton Jens Paulus (Stuttgart) und mit dem Organisten Andreas Ostheimer (Tübingen) statt. Auf dem Programm des ersten Konzerts dieser Reihe im Jahr 2008 standen die Vertonung eines Psalms "Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig..." (Ps 57) von Klaus Michael Fruth. Das effektvolle und harmonisch eingängig zu hörende Werk entstand schon 2005 für Sopran und Orchester und wurde 2007 vom Komponisten für Solostimme und Orgel bearbeitet. In der Version - Bariton und Orgel - war es in Tübingen als Uraufführung zu hören gewesen. Weitere Programmpunkte waren "Vier ernste Gesänge" von Johannes Brahms in einer Bearbeitung für Orgel von Andreas Ostheimer, ebenfalls eine Uraufführung. Abgerundet wurde das Programm mit einigen Liedern von Peter Cornelius aus dessen op. 2, Lieder über die einzelnen Bitten des "Vaterunser", und Orgelwerke von Johannes Brahms.


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Kirchplatzfest und Orgelfahrt

 

Eine weitere Veranstaltung im Jubiläumsjahr war das Kirchplatzfest am Samstag den 5. Juli 2008 zu dem alle Freunde, Nachbarn und Gemeindemitglieder herzlich eingeladen waren. Gefeiert wurde auf dem Kirchplatz und im Kirchengarten. Kirchenführungen, Besichtigungen der Ausstellung "100 Jahre Neuapostolische Kirchengemeinde Tübingen" und Lesungen ergänzten das Programm. Ein Tischtennis- und ein Boccia-Turnier boten Gelegenheit zur sportlichen Betätigung. Natürlich war auch für Verpflegung gesorgt.

Dazwischen gab es im Rahmen der Orgelfahrt für Kinder (von Ammerbuch-Pfäffingen nach Tübingen) eine Orgelführung, an welche der Eisverkauf mit dem Eis-Wagen von "Salvadore Piccolo" anschloss; die Kinder der Orgelfahrt bekamen alle Gutscheine für zwei große Portionen Eis.


 

Zeitungsartikel
In der Ausgabe des Schwäbischen Tagblatts vom 6. Juli 2008 erschien ein Artikel über das Kirchplatzfest vom Vortag.


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Konzert mit dem Jugendchor

 

In der Neuapostolischen Kirche Tübingen, Brunsstraße 24, fand am Sonntag, 20. Juli 2008 ein Konzert statt, das die etwa 60 Sänger des Jugendchors des Kirchenbezirks Tübingen gestalteten. Das unter der Leitung von Arndt Bayer stehende Programm stand unter dem Motto „Sollt ich meinen Gott nicht singen. . .“. Die Bandbreite reichte von einem liturgischen Gesang bis hin zu „Lord reign’in me“.


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Orgelkonzert
Stunde der Kirchenmusik
Am Sonntag den 21.September fand ein Orgelkonzert innerhalb der Konzertreihe "Stunde der Kirchenmusik" statt. Andreas Eckhardt aus Bad Überkingen (Apostelbezirk Ulm), jetzt Oberndorf spielte an unserer Orgel. Das Programm war ganz dem Gedanken des Jubiläums gewidmet: „Musik zum 100“ und enthielt für jeden etwas: von der Barockzeit über romantische Musik bis hin zu einem kleinen Teil Moderne. Die leisen Töne unserer Orgel wurden genauso in verschiedenen Farben vorgestellt wie auch einmal die prächtige, kräftige Seite. So erklangen Kompositionen von Hugo Distler, Olivier Messiaen, Leos Janacek, Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Sebastian Bach.


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Gesprächskonzert in der Bauhauskirche

 
Am Sonntag den 12.Oktober fand das "Gesprächskonzert in der Bauhauskirche" statt. Das musikalische Programm umfasste Werke aus der Zeit ihrer Entstehung von P. Hindemith, F. Poulenc u.A. Auch gab es Vorträge zum Thema "Neue Sachlichkeit", den 1920er Jahren und zum Bauhaus. Instrumentasolisten waren Anke Wiech (Flöte), Silvie Kuhn (Oboe), Monika Wintzen (Klarinette), Samuel Merk (Horn), Roland Wintzen (Fagott) und Kira-Maria Wintzen (Klavier). Die Vorträge gestalteten Prof. Dr. Helge Bathelt (Kunstwissenschafltler), Andreas Ostheimer (Musikwissenschaftler) und Dipl.-Ing. Helmut Dasch (Architekt).


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Zeitungsartikel In der Ausgabe des Schwäbischen Tagblatts vom 16. Oktober 2008 erschien ein interessanter Artikel mit der Überschrift "Die Musik zum Bau".
Foto-Shooting
Am Sonntag den 2. November fand nach dem Gottesdienst noch ein "Foto-Shooting" anlässlich des 100-jährigen Gemeindejubiläums statt.


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Zeitungsartikel
In der Tageszeitung "Schwäbisches Tagblatt"  vom 6. November 2008 erschien ein ausführlicher Artikel mit Bezug auf den anstehenden offiziellen Festakt zum 100-jährigen Bestehen der neuapostolischen Kirchengemeinde Tübingen.


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Festakt zum Gemeindejubiläum

 

Am Samstag den 8. November 2008 fand der Festakt zum hundertsten Bestehen der Neuapostolischen Kirchengemeinde Tübingen statt. Festredner waren Bischof Georg Kaltschmitt, Gemeindevorsteher Rolf-Dieter Kittel, Landrat Joachim Walter, Baubürgermeisterin Ulla Schreiber, Pastor Matin Jäger (Evangelisch- Methodistischen Kirche und Vorsitzender des ACK), Dekanin Dr. Marie Luise Kling de Lazzer (Evangelische Kirche) und Dekan Thomas Steiger (Katholische Kirche). Einen Vortrag zum Thema "Der Einfluss des Pietismus auf die Neuapostolische Kirche in Württemberg" hielt Dr. Karl-Peter Krauss (Historiker und Geograph). Den musikalischen Beginn machte Organist Andreas Ostheimer (Tübingen) mit den Variationen über "Herr Jesus Christ, dich zu uns wend" von Georg Böhm (1661-1733). Ein Holbläserquintett unter der von Leitung Roland Wintzen (Tübingen) spielten Sätze aus Werken von Guiseppe Cambini (1746-1825) und Johann Jakob Schütz (1640-1690). Der Gemeindechor Tübingen unter der Leitung seines Dirigenten Klausjürgen Zahn trug zwei Psalmvertonungen "Der Herr ist mein Hirt" von Johann Heinrich Lützel (1823-1899) und "Das ist ein köstliches Ding, danken dem Herrn" von Christian Palmer (1811-1875) vor. Den Abschluss bildete dann das gemeinsam gesungene Kirchenlied "Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut" von Johann Jakob Schütz (1640-1690).


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Zeitungsartikel
In der Tageszeitung "Schwäbisches Tagblatt"  vom 12. November 2008 erschien ein Artikel über offiziellen Festakt zum 100-jährigen Bestehen der neuapostolischen Kirchengemeinde Tübingen.


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vor hundert Jahren
(13.11.08) Tübingen. Exakt vor 100 Jahren am 13. November 1908 besuchte Apostel I.G.Bischoff (der spätere Stammapostel) zum ersten Mal die kleine Schar, die in der damaligen Schulstraße 4 in Tübingen versammelt war. In diesem Gottesdienst empfingen 36 Seelen den Heiligen Geist durch Handauflegung des Apostels. Diakon Lamparter erhielt das Priesteramt und wurde zum Vorsteher der damit gegründeten Gemeinde Tübingen gesetzt.


Jakob Lamparter an seinem 90. Geburtstag im Jahre 1975

Weihnachten -
Abschluss des Jubiläumsjahres

 

Auch am Weihnachtsfeiertag durften wir Bischof Kaltschmitt unter uns haben. Er diente der Gemeinde mit dem Versen 13 und 14 aus dem zweiten Kapitel des Lukasevangeliums:

"Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens."

Mit diesem Gottesdienst fand auch das Jubiläumsjahr 2008 seinen offiziellen Abschluss. Die Amtsträger der Gemeinde fanden sich daher zu einen Gruppenfoto zusammen auf welchem natürlich auch der Tübinger Bischof nicht fehlen durfte. Nachdem auch die - man kann sagen - befreundete Nachbargemeinde Pfrondorf eingeladen war, gab es auch ein weiteres Bild zusammen mit deren Amtsträgern.


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Geschichte der Kirchengemeinde Tübingen

 


Die Neuapostolische Kirchengemeinde Tübingen entsteht

Die Anfänge der Neuapostolischen Gemeinde Tübingen liegen in Reutlingen. Dort wurde 1906 eine Apostolische Gemeinde (ab 1907 Neuapostolische Gemeinde) gegründet, an deren Gottesdiensten auch Tübinger Bürger teilnahmen. Im April 1908 wurde Diakon Jakob Lamparter beauftragt, in Tübingen die Voraussetzungen für die Gründung einer eigenen Kirchengemeinde zu schaffen. Schon bald fanden Gottesdienste in einer Wohnung in der Ulrichstraße statt und schließlich besuchte am 13. November 1908 Apostel J.G. Bischoff die Gläubigen. In diesem Gottesdienst wurde Diakon Jakob Lamparter zum Priester ordiniert und beauftragt, die nunmehr eigenständige Tübinger Kirchengemeinde als Vorsteher zu leiten.

Die folgenden Jahre waren durch stetiges Wachstum und damit verbundene Umzüge geprägt. 1930 plante man den Bau einer eigenen Kirche. Der Architekt Karl Weidle hatte der Kirchengemeinde das Baugrundstück in der Brunsstraße 24 verkauft. Sein Entwurf und dessen Umsetzung sind von der Neuen Sachlichkeit, dem Bauhausstil, geprägt.

Am 22. November 1931 weihte Bezirksapostel Karl Gutbrod das Gotteshaus ein.
 


Die Neuapostolische Kirchengemeinde Tübingen 1931 bis 1981

Schon kurz nach der Einweihung des Kirchengebäudes in der Brunsstraße entwickelte sich ein breit gefächertes Gemeindeleben. Verschiedene Chöre und ein Orchester wurden gegründet, Sonntagsschule und Religionsunterricht eingerichtet und die Gemeinschaft mit Ausflügen und Festen gepflegt.

Am 1. Januar 1934 wurden die in Pfrondorf wohnenden Gemeindemitglieder zu einer eigenständigen Kirchengemeinde zusammengefasst. Von Tübingen aus  konnten in den Folgejahren weitere Kirchengemeinden in Unterjesingen, Rottenburg, Kusterdingen sowie im Steinlachtal und im Gäu gegründet werden.

Die Kriegsjahre brachten auch für die Tübinger Kirchengemeinde zahlreiche Entbehrungen mit sich. So fanden wegen fehlenden Heizmaterials in den Wintermonaten jeweils zwei Gottesdienste unmittelbar nacheinander im kleinen Saal der Kirche statt.

Ihr 50-jähriges Jubiläum beging die Kirchengemeinde am 16. November 1958 mit einem festlichen Gottesdienst, der von Bezirksapostel Georg Schall durchgeführt wurde.

Im Jahre 1981 wurde die Kirchengemeinde Tübingen in die beiden selbständigen Gemeinden Tübingen-Mitte und Tübingen-Süd aufgeteilt, nachdem ein weiteres Kirchengebäude in der Moltkestraße 26 in Tübingen-Derendingen erbaut worden war.
 


Die Neuapostolische Kirchengemeinde Tübingen 1981 bis 2004

Am 22. Februar 1981 wurde das neue Kirchengebäude in der Moltkestraße 26 durch Bezirksapostel Karl Kühnle eingeweiht. Ein besonderer Höhepunkt für die Gemeinde Tübingen-Süd war der Besuch des Stammapostels Hans Urwyler am 5. Juli 1981.  In den folgenden 21 Jahren bestanden in Tübingen zwei Kirchengemeinden.

Aufgrund der allgemeinen demographischen Entwicklung wurde jedoch deutlich, daß eine Zusammenlegung der beiden Kirchengemeinden für ein langfristig funktionierendes Gemeindeleben wesentliche Vorteile bieten würde. Vor diesem Hintergrund  wurde  das denkmalgeschützte Gebäude in der Brunsstraße als künftiger Standort der zusammengeführten Gemeinde festgelegt. Zuvor war jedoch eine umfassende Sanierung der über 70 Jahre alten Kirche erforderlich. Wesentliche Ziele waren dabei die Wiederherstellung des originalen Baustils, Veränderungen der Raumstruktur für die zeitgemäße Gestaltung des Gemeindelebens und Barrierefreiheit.

Im Rahmen eines Festaktes bezogen die Mitglieder der beiden vorher selbständigen Gemeinden Ende 2004 ihr gemeinsames renoviertes Kirchengebäude.

Als Vorsteher wurde Hirte Rolf-Dieter Kittel beauftragt.
 


Die Neuapostolische Kirchengemeinde Tübingen 2004 bis heute

Seit 31. Oktober 2004 finden die Gottesdienste der Neuapostolischen Kirchengemeinde Tübingen in der Brunsstraße statt. Zwischenzeitlich konnte das nicht mehr benötigte Kirchengebäude in der Moltkestraße veräußert werden.

Heute zählt die Neuapostolische Kirchengemeinde Tübingen 480 Mitglieder, darunter 92 Kinder und Jugendliche und 25 ehrenamtlich tätige Amtsträger. Der Gemeindechor besteht aus 80 Sängerinnen und Sängern, das Gemeindeorchester aus 10 Instrumentalisten. Ihre musikalischen  Beiträge umrahmen die  Gottesdienste. Daneben finden vielfältige Veranstaltungen und Aktivitäten statt: besondere Gottesdienste für Kinder und für Jugendliche, Unterrichte für Kleinkinder, Kinder und Konfirmanden, Seniorentreffen, Freizeiten, Ausflüge und Gemeindefeste. Die Tübinger Amtsträger betreuen auch die neuapostolischen Patienten in den Tübinger Kliniken  seelsorgerisch, sofern sie von ihren Heimatgemeinden nicht besucht werden können. Seit 2005 finden mehrmals jährlich im Rahmen der „Stunde der Kirchenmusik“ öffentliche Konzerte statt.
 

 

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